Ausflüge mit Pavillon ist ein Kunstprojekt,
das "die Stadt ist weiblich" Ausstellung im Stadtmuseum Düsseldorf begleitet.
An ausgewählten Orten werden Fragen ins Material gestellt und möglicherweise werden
Potentiale der Stadt sicht- und formulierbar

Wohin spielt die Zukunftmusik die Stadt?
„Stadtluft macht frei“, hieß es im Mittelalter. Sind wir auch heute noch frei?
Der öffentliche Raum gehört allen - aber haben wir auch das Gefühl, dass wir ihn in Besitz nehmen können?
Kinder, alte Leute, Berufstätige, Singles, Paare, Arbeitslose, Rollstuhlfahrer, Obdachlose, Jugendliche – sie alle haben andere Ansprüche. Und die Ansprüche verändern sich zusätzlich bei jedem Einzelnen im Laufe des Lebens.
Menschen, die außer einem Bruttosozialprodukt auch ein Bruttosozialglück produzieren.
Dieser Begriff, der in dem kleinen Königreich Buthan sogar in der Verfassung verankert ist, ist nicht einfach mess- aber spürbar. Die Stadt kann ein Motor für Entwicklung sein, in dem sie Raum bietet, Neues zu wagen. Dürfen die Fragen, die die Menschheit bewegen, dem immer noch überwiegend geschäftlich orientierten Mainstream geopfert werden? Kann ein Dialog zwischen dem weiblichen und dem männlichen In-der-Welt-sein stattfinden – ohne dass sich eins von beidem durchsetzen muss?
Ein sorgfältiger, bewahrender Umgang mit Stadt beinhaltet nachhaltige Interventionen.
Im besten Fall ist die Stadt lebendig.

Petra Welzel